01 — Wofür Madaster steht
Madaster schafft Transparenz darüber, welche Materialien und Produkte in Gebäuden verbaut sind, in welchen Mengen sie vorhanden sind und welches Potenzial für Wiederverwendung und Verwertung besteht. Digitale Gebäudedaten und BIM-Modelle werden dafür in strukturierte Materialinformationen überführt und bilden die Grundlage für Materialkataster, Gebäuderessourcenpässe und weiterführende Zirkularitätsbewertungen. Damit werden Gebäude nicht nur als Immobilien, sondern zunehmend auch als zukünftige Rohstofflager betrachtet.
02 — Was die Zusammenarbeit trägt
LIST Eco und Madaster verbindet das Ziel, Zirkularität von einer abstrakten Anforderung in messbare und praktisch nutzbare Informationen zu übersetzen. LIST Eco bringt BIM-Modelle und Projektdaten in die Bewertung und nutzt die Madaster-Plattform, um Materialmengen, Kreislauffähigkeit, Demontagepotenziale und weitere Ressourcenkennwerte systematisch zu untersuchen. Die Zusammenarbeit geht dabei über den reinen Softwareeinsatz hinaus. Erkenntnisse aus realen Projekten fließen in die Weiterentwicklung von Methoden und Anwendungen ein. So entstehen belastbare Grundlagen, um Zirkularität bereits während der Planung zu bewerten und über einen Gebäuderessourcenpass transparent zu dokumentieren.
03 — Wie die Zusammenarbeit funktioniert
Je nach Projekt übernimmt LIST Eco die BIM-basierte Aufbereitung und Bewertung der Gebäude- und Materialdaten und entwickelt daraus gemeinsam mit Madaster Gebäuderessourcenpässe und Zirkularitätsbewertungen. Neben Materialmengen und Kreislauffähigkeit können dabei beispielsweise Demontagefähigkeit, Wiederverwendungspotenziale und Rohstoffrestwerte betrachtet werden.
Gemeinsam treiben Madaster und LIST Eco insbesondere die Rohstoffrestbewertung von Gebäuden weiter voran. Ziel ist es, den zukünftigen Wert der im Gebäude gebundenen Materialien stärker in Entscheidungen von Immobilienwirtschaft, Banken und öffentlicher Hand einzubeziehen und hierfür anwendbare Bewertungsgrundlagen zu schaffen.
04 — Was daraus entsteht
Die Partnerschaft reicht von der Bewertung einzelner Gebäude bis zur Frage, wie vorhandene Materialien tatsächlich wieder in neue Projekte gelangen. Über Initiativen wie Madaster Match unterstützen Madaster und LIST Eco deshalb den Aufbau konkreter Urban-Mining-Prozesse: verfügbare Bauteile und Materialien identifizieren, deren Potenziale bewerten und Angebot und Nachfrage für eine Wiederverwendung zusammenbringen.